Was wir sind und was wir wollen

Ziel und Zweck des Vereins ist als Öffentlichkeitsarbeit die Förderung der Kenntnisse über Schutzbedürfnisse für wild lebende Vogelarten mit Hilfe von Verständnis schaffenden populärwissenschaftlichen Vorträgen, Förderung von Forschungsprojekten, Durchführung langfristiger Untersuchungen zur Entwicklung von Vogelpopulationen und Hilfsprogrammen für den praktischen Vogelschutz wie Bereitstellen und Instandhalten von Nisthilfen usw.


Der verheerende Orkan Lothar hatte am 26. Dezember 1999 viele Brutgebiete erheblich beeinträchtigt und zahlreiche Bäume mit natürlichen und künstlichen Nistplätzen vernichtet. Aus diesem Grunde sollen künftig in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden Mittel und Wege gefunden werden, um die sichtbaren Verluste der Vogelwelt durch weitreichende “Hilfsprogramme” so schnell wie möglich wieder auszugleichen.


Nun sind „20 Jahre nach Lothar“ vergangen. Die entstandenen Lücken sind naturgemäß bewachsen und aufgeforstet. Das Jungholz ist inzwischen beeindruckend hoch gewachsen, aber für "Höhlenbäume" noch lange nicht geeignet – frühestens in den nächsten 20 bis 50 Jahren!

- Forstbehörden scheuen sich vor Nistkasten-Programme, weil diese zunächst nicht nur mit Kosten zur Beschaffung und Installation verbunden sind, sondern auch gewartet werden müssen. Die Kosten für eine ständige Wartung und Instandhaltung eines solchen Nistkasten-Prgoramms sind jedoch erheblich und personell meist nicht zu leisten.

Das ist dann auch der Grund dafür, warum von einem Nistkasten-Programm früherer Vogelschützer-Generationen nach 30 Jahren nichts mehr oder fast nichts mehr zu erkennen ist.


- Alle Mitarbeiter arbeiten ehrenamtlich!


- Und nun freuen wir uns über Studenten der UNI Hohenheim, die uns bei der Kontrolle der Nisthilfen geholfen haben und noch helfen werden.



Einführung

21 Jahre ARBEITSKREIS FÜR VOGELKUNDE UND VOGELSCHUTZ e.V.


Informationen für unsere neuen Mitglieder:

Unsere Standard-Arbeiten:


Der Arbeitskreis für Vogelkunde und Vogelschutz e.V. wurde am 10.05.2000 im Museum für Naturkunde in Stuttgart gegründet. Er ist ein gemeinnützig anerkannter und eingetragener Verein VR 6490 und hat etwa 250 Mitglieder, davon 60 bei der Bezirksgruppe in Oberschwaben (mit Sitz in Herbertingen/SIG). Hier wird das Hilfsprogramm für Schleiereulen in Oberschwaben organisiert, das zur zeit von Martin Sauter betreut wird.

Die Mitglieder unterstützen unsere Arbeit mit einem Mitgliedsbeitrag von 12 € / Jahr, zuzüglich mit zahlreichen kleinen oder großen Spenden (jeder, wie er kann) und vielen ehrenamtlich und freiwillig geleisteten Arbeitsstunden.

Bei guter Zusammenarbeit mit den für den VOGELSCHUTZ zuständigen Behörden und Stellen und mit Hilfe von öffentlichen Zuschüssen und privaten Spenden konnten wir bislang mehrere umfangreiche Hilfsprogramme für den Vogelschutz mit Bereitstellen von Nisthilfen für bedrohte Vogelarten auf den Weg bringen, sowie diese betreuen und kontrollieren und die Pflege für ein großes Vogelschutzgebiet bis heute sehr erfolgreich durchführen und darüber in den VOGELSCHUTZ-REPORTS berichten.

Der Arbeitskreis für Vogelkunde und vogelschutz e.V. versteht seine Arbeit als einen guten und notwendigen Dienst für die Allgemeinheit unter reger Mithilfe seiner Mitglieder, Freunde, Förderer und Sympathisanten. Für manche “Altmitglieder” mögen heute die textlichen, aber stets aktualisierten Wiederholungen in den Vogelschutz-Reports langweilig erscheinen. - Die neuen Mitglieder möchten wir aber durch diese Einführung mit den gewohnten Standards und allen Neuheiten laufend bekannt machen.


Ohne die ständigen Pflege der Nisthilfen und was für die Erhaltung der Maßnahmen dazu gehört, wäre nach unsere Erfahrung durch sogenannte „natürliche“ Einflüsse nach ca. 30 Jahren von unseren Vogelschutzarbeiten nichts mehr übrig ! Ja, die Bäume kommen uns abhanden.



Unsere Standard-Arbeiten zur Betreuung bis 2021 sind;


- 13 „Teststrecken“ (Kontrollgebiete) in Stuttgart mit ca. 1300 Nisthilfen für

Höhlenbrüter; dort brüteten bis 2017 an mindestens 4 Stellen 1 bis 9 Paare

Halsbandschnäpper und bis 2020 ca. 45 Paare kontrollierte Kleiber;

- 7 Bereiche mit ca. 82 Nisthilfen für Mauersegler, teilweise im „Schwäbischen

Reihenhaus für Mauersegler SRM“, die erfolgreich angenommen wurden, in

Aidlingen(BB), Calw, Calw-Stammheim, Bad Liebenzell, S-Sillenbuch und

S-Uhlbach;

- 3 Fluss-Systeme mit insgesamt ca. 50 Nisthilfen für Wasseramseln,

an Körsch und Glems auf Gemarkung Stuttgart,

an Nagold/Teinach/Enz/Würm im Schwarzwald,

an Beutelsbach und Buchenbach im Rems-Murr-Kreis;

- 10 private Kontrollgebiete mit 60 Nisthilfen für kleine Höhlenbrüter in Stuttgart.

- 11 private Kontrollgebiete mit 190 Nisthilfen für kleine Höhlenbrüter außerhalb Stuttgarts.

-1 privates Kontrollgebiet in Oberndorf/Neckar/Lindenhof/Hummelberg mit Streuobstwiese am Waldrand und ehemaliger Aussiedlerhof mit 78 Nisthilfen für kleine Höhlenbrüter. 10 Nisthilfen für Kleiber, 10 Nisthlifen für Stare, 2 Nisthilfen für Schleiereulen und Turmfalken.

1 privates Kontrollgebiet in Leonberg, Oberes Glemstar. (vormals S-Büsnau) mit 2 Nisthilfen für Kleiber und 30 Nisthilfen für kleine Höhlenbrüter

- 2 Kontrollgebiete mit ca. 180 Nisthilfen für Schleiereulen in 77 Ortschaften auf einer Probefläche von ca. 660 km² im Raum Herbertingen(SIG) in Oberschwaben

+ ca. 20 N in Stuttgart = ca. 200 Nisthilfen für Schleiereulen,

- mehrere Nisthilfen für Turmfalken, Wanderfalken, Steinkauz und Hohltauben innerhalb und außerhalb von Stuttgart,

- 1 Kontrollgebiet bei Bad Wildbad im Schwarzwald mit 13 Nisthilfen im "HilfsProgramm für den Raufußkauz" (im Aufbau), sowie

- 1 vielfältig strukturiertes Gebiet als Vogelschutzgebiet am § 24 a - Biotop, und Naturpflegegebiet „Riesenbachklinge“, ein ehemaliges Kulturland, Streuobst-wiese mit einem externen Brunnen, einigen großen und kleinen, alten und neuen Obstbäumen, einer kleinen ca. 4 m² großen Gerätehütte und wilden Hecken in Stuttgart-Uhlbach.




Für den ARBEITSKREIS FÜR VOGELKUNDE UND VOGELSCHUTZ e.V. gilt daher im Besonderen

einen wissenschaftlichen Beitrag zur Erforschung der Verhaltensphysiologie der Vögel in Zusammenarbeit mit den deutschen Vogelwarten zu leisten, insbesondere mit dem Max-Planck-Institut für Ornithologie Vogelwarte Radolfzell.

die gewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnisse in guter und umfassender Zusammenarbeit mit den dafür gesetzlich zuständigen Behörden und Stellen zielgerichtet zum Wohle der Vogelwelt in der Praxis zu realisieren und

die Menschen zu informieren, Interesse zu wecken, um mit weitreichender Akzeptanz den notwendigen Vogelschutz zum Wohle der Natur und schließlich auch zum Wohle der Menschen zu verwirklichen.


Zur besseren Übersicht sind daher auch die nachfolgenden Kapitel und Berichte gegliedert in:



Mitgliedsantrag.pdf



Unser Motto:

Nur was man kennt, kann man auch schützen!

Nichts ist so wie es scheint!

Viele reden vom Vogelschutz - wir tun was!!!